Pionierarbeit für den Hitzeschutz in Vorarlberg - Projektabschluss "Hitzeaktionsregion Vorderland-Feldkirch"
Der Projektabschluss der „Hitzeaktionsregion Vorderland-Feldkirch“ fällt in die kalte Jahreszeit – die Ergebnisse aber zielen klar auf das, was vor uns liegt: zunehmend heiße Sommer und mehr Hitzetage. Damit wird auch die Frage dringlicher, wie wir besonders gefährdete Menschen besser schützen können. Mit dem Projekt „Hitzeaktionsregion Vorderland-Feldkirch“ hat die KLAR!-Region als Pilotregion in Vorarlberg gezeigt, wie es gehen kann: gemeinsam, gut vernetzt und ganz nah an der Praxis.
Ein starkes Bündnis für den Hitzeschutz
Rund 30 Vertreter:innen aus Pflege, Gesundheitswesen, Sozialbereich, Gemeinden und dem Land Vorarlberg haben sich im Hitzeschutzbündnis Vorderland-Feldkirch zusammengeschlossen. In vier Netzwerktreffen über die letzten zwei Jahre und einem großen Hitzesymposium im Juni 2025 mit über 80 Teilnehmenden wurden Erfahrungen geteilt, Wissen gebündelt und konkrete Maßnahmen verankert. Entstanden sind praxistaugliche Hitzeaktions- und Hitzeschutzpläne, die in mehreren Einrichtungen bereits fix zum Alltag gehören – unter anderem im Vorderlandhus in Röthis, im Haus Klosterreben in Rankweil sowie in Pflegeeinrichtungen in Feldkirch. Ergänzend dazu wurden verständliche Informationsmaterialien entwickelt, die Mitarbeitende, Angehörige und Betroffene im Umgang mit Hitze unterstützen.
Projektpartner und Finanzierung
Ermöglicht wurde das Projekt durch Mittel des Vorarlberger Sozialfonds und die enge Zusammenarbeit von aks gesundheit GmbH (Projektleitung Marlene Brettenhofer), Regio Vorderland-Feldkirch, der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit und des Landes Vorarlberg. Ein weiterführendes Projekt wurde beim Land eingereicht, die Entscheidung dazu steht noch aus.
Ausblick: Nach dem Projekt ist vor dem Sommer
Auch wenn das Pilotprojekt nun ausläuft: Das Thema bleibt. Im Rahmen der KLAR!-Region wird Hitze weiterhin behandelt – als Anlaufstelle für Gemeinden, mit fachlicher Unterstützung und punktuellen Vernetzungsangeboten. Die erarbeiteten Materialien werden nach Fertigstellung öffentlich zugänglich gemacht, und zum Hitzeaktionstag am 9. Juni 2026 sind weitere Aktivitäten geplant.
Die Hitzeaktionsregion Vorderland-Feldkirch hat damit einen wichtigen ersten Schritt gesetzt: Hitze wird als Gesundheitsrisiko ernst genommen – und es gibt bewährte Ansätze, wie wir uns gemeinsam besser darauf vorbereiten können. So endet das Projekt zwar im Herbst, doch seine Wirkung wird sich vor allem dann zeigen, wenn die nächsten Hitzewellen unsere Region erreichen.
KLAR! Vorderland-Feldkirch powered by Klima- und Energiefonds.
Das Projekt ist finanziert aus Mitteln des Sozialfonds Vorarlberg über den Sinnovation call #2.
